Testberichte Carara Deep


1. Testbericht:


"Zum Spieler: variabel offensiv, gutes Passivspiel, viele Schnittvariationen. Über verschiedene Experimente ziemlich in der Mitte des Marktes gelandet, bei Hölzern mit weit innen liegenden Faserschichten.
Ich werde hier nicht die einzelnen Schlagtechniken kommentieren, weil das m.E. fast ausschliesslich Gewöhnungssache ist. sondern eher vergleichen: Die unmittelbar davor gespielten Hölzer waren das Boll Spark, Black Blizzard Carabon und das Intensity Carbon. Zum Carara kam ich dauerhaft, weil mein Intensity gebrochen ist. Vom Aufbau her ist das Carara Deep wohl am ehesten mit dem Boll Innerforce ALC/ZLC zu vergleichen, die ich jedoch nie gespielt, nur gesehen habe.

Mit der richten Belagausstattung kann ich jedes der genannten Hölzer spielen, da sie sich in ähnlichen Tempo- und Steifigkeitsbereichen bewegen. Ausschlaggebend bei der Holzwahl ist der Ballabsprung. Ich bin tendenziell eher für flache Absprünge und harte Beläge zu haben, wobei das aktive Spiel, das ich verbessern will, eher einen hohen Abpsrung erfordert. Meine Körpergröße von 1.90m sorgt zusätzlich für eine Tendenz zum flachen Absprung.

in den verschiedenen Eigenschaften ist demnach nach diversen Belagexperimenten zu sagen:

Ballabsprung: Intensity - Carara - Spark - Black Blizzard v.l.n.r. = flacher <-> höher

Tempo: Spark - Intensity - Carara - Black Blizzard v.l.n.r. langsamer <-> schneller

Steifigkeit: Spark - Intensity - Carara - Black Blizzard v. l. n. r. mehr schwingend <-> steifer

Wie man sieht, liegt das Carara Deep in der gefühlten Mitte dieser vier Hölzer, und genau diesen Effekt kann ich nach einiger Eingewöhnungszeit auch immer besser zu meinem Vorteil nutzen. Ich habe ausreichend Tempo für Endschläge und Angriffe, aber ebenfalls viel Gefühl für Abwehrschläge und Schupfbälle, kann bei Blocks mit Schnitt und ohne Rotation arbeiten.

Ballabsprung und Tempo habe ich mit Vega Asia auf ein mir genehmes Niveau anpassen können, wobei ich überlege beim VH-Belag eine Stufe höher zu gehen und den Omega VI Pro zu nehmen den ich zuvor auf dem Spark gespielt habe. Zum Vergleich: Das Black Blizzard war für mich aufgrund des hohen Absprunges und Tempos nur mit Calibra LT und Magna TC o.ä. spielbar, das Spark aufgrund des geringen Tempos und eher weichen Schwingverhaltens nur mit härteren ESN-Tensoren.

Positiv hervorheben möchte ich aber auch noch die Verarbeitung. Mir persönlich liegen die eher "viereckigen" Griffe, wie sie auch bei den Boll-Serien bekannt sind. einen ähnlichen Griff hat auch das Carara.
Design und Endpolish sind perfekt, auch wenn mein Holz trotz Ölung an den leimstellen des Griffes leicht rauh erscheint. Das ist aber kein Verarbeitungsfehler, sondern Holzartbedingt wie ich es selbst vom Schlägereigenbau her kenne, und wird sich legen sobald der Griff etwas speckiger geworden ist.

Ein sehr gelungenes Holz in der Mitte der meisten Ansprüche mit dem ich sicherlich mittelfristig zufrieden bin.
"